SEO als Marketingmaßnahme mit mehreren Systemen kombiniert mit Social Media

Heute möchte ich einmal darüber philosophieren, wozu man SEO und Web2.0 Dienste alles missbrauchen kann. Ich selber versuche das schon seit einigen Wochen anhand meines eigenen Blogs und bin da auch zu einigen Erkenntnissen gekommen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Ich gehe bei meinem Fallbeispiel von einem Shopbetreiber aus, der seinen Umsatz gezielt zu einem bestimmten Zeitpunkt anheben möchte. Dieser Shopbetreiber überlegt nun, was er SEO-technisch anstellen könnte um seinen Umsatz anzuheben. Ebenso steht auch etwas Marketing im Raum, denn das beste SEO nützt nichts, wenn man seinen Webshop nicht bewirbt.

Am Anfang war das Wort ...

Eine mit Sicherheit der besten Ideen für einen Shopbetreiber ist es, seinem Shop einen Mehrwert zu geben. In der heutigen Zeit möchte man seine Gedanken einfach verbreiten - man hat einen Informationszwang. Nicht umsonst gibt es in den bekannten Webshops (z. B. xt:Commerce) die Funktion "Artikel bewerten". Geneigte Käufer des Shops können hier nun Ihre Erfahrungen mit diesem speziellem Produkt preisgeben.

Was ist aber wenn der Shopbetreiber nun auch Informationen seinerseits anbieten möchte. Nehmen wir an der Shopbetreiber möchte jeden Monat eine andere Preiskation anpreisen. Nun hat er mehrere Möglichkeiten.

  • Die klassische Werbung (Flyer, Printmedien ...)
  • Werbung im / für Shop (Bannerwerbung ...)
  • Nutzen von modernen Werbemaßnahmen (SEO, Web2.0 usw.)

Klassische Werbung

Die klassische Werbung bietet zwar viel gestalterischen Freiraum (nicht zuletzt durch moderne Programme wie Adobe Indesign), bietet jedoch einen entscheidenden Nachteil. Die Werbung hat keinerlei SEO-Auswirkungen auf unseren Shop (wenn man die reinen Suchergebnissen betrachtet. Ein anderer Aspekt den man nicht aus den Augen lassen darf ist der, dass ein Flyer oder eine Broschüre Mehrkosten mit sich bringt. Kosten für das Design, für den Druck und nicht zu vergessen für den Versand. Hier kann man maximal überregional versenden, bzw. innerhalb Deutschlands. Vergessen darf man nicht, dass man an das Preismodell der Post gebunden ist. Selbst Infopost kostet seinen Preis und ist gestaffelt. Ich möchte nicht behaupten das das jetzt die schlechteste Alternative ist. Ich denke je nach Zielgruppe hat diese Werbeform Vor- und Nachteile. Eine andere Möglichkeit der klassischen Werbung wäre eine Anzeige in einem (Fach-)Magazin. Hier läuft man allerdings Gefahr, dass die Anzeige im Sand verläuft und nicht den gewünschten Effekt bringt.

Werbung im oder für den Shop

Eine weitere (günstige und schnelle) Marketingmethode, welche einigermaßen SEO-Tauglich ist (bzw. SEO-optimiert werden KANN) ist Bannerwerbung, bzw. Werbebanner im eigenen Shop oder auf anderen Seiten. Diese Methode ist letztlich durch sog. Affiliate-Programme bekannt geworden. Man schaltet einen Banner (Standardgröße 468x60) auf die eigene Seite im Header oder auf anderen Seiten die Werbeplatz anbieten. Ist dieser ordentlich gestaltet, werden wohl auch potentielle Kunden diesen Banner klicken. Wunder darf man hier aber nicht erwarten - eine Klickrate von 1 % - 3 % ist schon ein Traumwert. Problematisch wird das ganze, wenn die Werbung am falschen Fleck eingefügt wird. Hier wird man mehr Zeit damit verbringen zu testen wo der Banner am besten wirkt, bevor daraufhin Bestellungen ankommen. Eine andere Alternative ist ein Skyscraper-Banner welcher meist am rechten Rand seinen Platz findet. SEO-Optimieren kann man so einen Banner lediglich nur mit einem passenden Alt-Tag. Zusammenfassend kann man sagen - schnell umgesetzt, relativ geringe Chancen auf Verkäufe - aber günstig.

SEO-Marketing mit modernen Methoden

In der heutigen Zeit gibt es mittlerweile zig Methoden wie man seinen Webshop SEO- und Marketingtechnisch auf Vordermann bringen kann. Eine erste Idee wäre als Mehrwert für seinen Webshop einen Blog einzurichten (z. B. WordPress).  Auf einem Blog kann man wie oben erwähnt, bestimme Aktionen besser anpreisen. Ebenso kann man die Kundenbindung auch etwas ankurbeln, indem man z. B. Erfahrungsberichte samt Bilder suchmaschinenoptimiert im Blog einfügen. So haben andere Besucher die Möglichkeit Erfahrungen von anderen Käufern einzusehen um sich so ein Bild über das gewünschte Produkt machen. Wenn der pfiffige Shopbetreiber diesen Blog auch noch auf einem seperaten Server betreibt hat dies den maximalen SEO-Effekt, denn Google bevorzugt Links zu einer anderen Seite, wenn diese von einer anderen Server-IP ausgehen. Wenn man den Blog zudem noch pflegt werden auch schnell die Inhalte in den Google Index geschoben - so haben beide Systeme etwas davon - der Shop weil Werbung für ihn gemacht wird und der Blog der als Marketing-Platform dient.

SEO-Marketing und der Einsatz von Social Media

Wie können wir dem Shop-Blog-System nun noch das Sahnehäubchen aufsetzen? Wir bringen das ganze zum Maximum indem wir typische Web2.0 Dienste einsetzen. In Deutschland zwar noch nicht ganz angekommen ist man daher einer der ersten die auf diese Dienste setzen. In meinen Augen werden sich diese Dienste mit der Zeit immer weiter durchsetzen. Mit sozialen Netzen kann man in Sekundenschnelle mehrere Tausend Menschen erreichen (Aktivität vorausgesetzt). So könnte man zu der Shop-Blog Kombination z. B. Twitter einsetzen um neue Einträge oder Aktionen zu verbreiten.Twitter bekommt von Tag zu Tag immer mehr User - es würde mich wundern, wenn nicht einer dabei wäre, der sich für das Shop-Thema interessiert. Es muss ja auch nicht immer Twitter sein - auch wenn Mister Wong mittlerweile alle Links nofollow setzt ist es nach wie vor ein Bookmark Dienst. Wenn man hier die Keywords richtig anpasst kann man (so denke ich jedenfalls) auch hier einige Besucher abgreifen.

Abschließendes

Ein gutes Beispiel habe ich bei muso-koroni.com gefunden. Dieser vegane Shop bietet neben dem eigentlich Webshop einen Blogteil, indem Aktionen gepostet werden. Aktuell kann man z. B. vegane Taschen gewinnen. Durch den eigens eingerichteten WordPress-Blog hat man die Möglichkeit fehlende Funktionen von xt:Commerce elegant auszugleichen.  Daneben postet die Inhaberin von muso-koroni.com zusätzlich in Twitter. Hier postet die Shopbetreiberin neben neuen Artikeln und Aktionen auch Links zu Seiten die Informationen rund um das Thema vegan anbieten. Als Kunde hat man hier definitiv einen Mehrwert.

Natürlich gehört zu steigenden Umsätzen auch ein dementsprechender Support und eine noch höhere Einsatzbereitschaft. Auch darf man nicht vergessen, dass SEO - und alles was darum herum noch verfügbar ist - kein Allheilmittel ist. Am wichtigsten ist Kundenbindung. Ein guter Service macht sich definitv mehr bezahlt als wenn man viel Geld für SEO ausgibt als etwas Energie in den Kundensupport steckt.

Wie denkt Ihr über das Thema? Schreibt mir Eure Meinung in den Kommentaren. Ich freu mich drauf.


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